Diagnose: Lipödem Grad II

Hast du dich schonmal gefragt, warum manche Frauen eine schlanke Taille haben und sich das ab der Hüfte ändert? Hat dich schonmal die Ahnung beschlichen, dass das nur wenig mit normalem Übergewicht zu tun hat? Hast du schonmal unwillkürlich gedacht: „Die arme Frau!“?

Dann bist du schon einen Schritt weiter als viele andere. „Brauereipferd“ und „dicke Stampfer“ sind die weniger netten Begriffe, die sich Frauen mit dieser Figur anhören dürfen.

Sind die Gene schuld?

„Sie hat die Beine von der Uroma“ und „sie macht wohl zu wenig Sport“. Das waren die Sätze, die mir ab der Pubertät öfter begegneten. Denn ab diesem Zeitpunkt veränderten sich meine Proportionen zu meinen Ungunsten. Ab Bauchnabel abwärts machte mein Körper scheinbar was er wollte. Im Artikel „Lipödem erkennen“ habe ich näher beschrieben, welche Symptome mich plagten.

Dummerweise musste ich 33 Jahre alt werden, bis jemand auf die Idee kam, dass es sich bei meinem Figurtyp um krankhaft verändertes Fettgewebe handele. Im November 2014 stellte eine Gefäßchirurgin die Diagnose: Lipödem Grad II.

Es heißt,

  • ein Lipödem sei genetisch bedingt.
  • es sei nicht heilbar.
  • lebenslanges Tragen von Kompression sei Pflicht.
  • nur eine Liposuktion (Fettabsaugung) könne lindern.
  • Frau solle ausgewogen, gesund, eiweiß- und fettarm essen.

Diese Aussagen passten mir nicht!

Also machte ich mich auf die Suche. Was ich fand, davon erzähle ich in der Kategorie Lipödem. Ich muss dich allerdings warnen: ich bin nicht medizinisch ausgebildet! Alles Wissen, das ich hier weitergebe, habe ich mir angelesen und an mir selbst ausgetestet. Das, was ich hier schreibe, darf bitte keinen Arztbesuch ersetzen. Am Anfang sollte eine Diagnose stehen, begleitende Therapiemaßnahmen wie Kompression und Lymphdrainage halte ich für vorteilhaft!

Allerdings lade ich dich ein, nach der Diagnose: Lipödem aktiv zu werden und nicht zu resignieren. Denn du kannst viel gegen die Symptome unternehmen. Das Wichtigste zuerst: Du bist nicht dein Lipödem! Du hast ein Lipödem, ja, aber das ist kein Siegel, dass dich prägt. Wenn ich dich motivieren kann, selbst aktiv zu werden, habe ich mein Ziel erreicht.

Als kleinen Motivationskick zeige ich dir zwei Bilder. Links bin ich im Jahr 2013 mit rund 110 Kilo (es fehlten noch 12 Kilo bis zum Höchstgewicht). Das war etwa 1,5 Jahre vor meiner Ernährungsumstellung auf Low Carb High Fat. Rechts ist ein Bild aus 2016 mit gut 75 Kilo – nach nur 1,5 Jahren LCHF.

Anne Paschmann im Sommer 2013 mit massiven Symptomen Lipoedem vs. Sommer 2016, ohne Symptome

Also dann. Nach und nach werde ich Artikel zu den Hintergründen vom Lipödem schreiben und wie ich von dem Bild links zu dem Bild rechts gekommen bin. Bist du dabei? Ich freu mich auf dein Feedback!

3 Comments

  1. Bianca

    Ich hab auch ein Lipödem, leider bekomme ich das nicht in den Griff, wobei High Protein und Sport mache. Mir wurde bisher immer nur gesagt, leb damit, ändert sich nicht.

    1. Anne

      Liebe Bianca,

      ja, genau das wurde mir auch gesagt. Über die Jahre vor der Diagnose, in denen ich das Lipödem definitiv schon hatte, es nur nicht wusste, kann ich das auch sagen. Egal welche Diät ich gemacht habe, meine Beine zeigten sich unbeeindruckt. Das ist mit Keto und einer antientzündlichen Ernährung anders. Nächste Woche werde ich einen Artikel über meine ersten Schritte nach der Diagnose schreiben – vielleicht magst du nochmal vorbeischauen?
      Liebe Grüße,
      Anne

      1. Bianca

        Hallo Anne,
        natürlich werd ich wieder vorbeischauen. Hab mir deinen Blog gleich mal in den Feed gepackt. Abgesehen von den tollen Rezepten (den Eierschichtsalat gab es heute) interessiert mich das Thema Lipödem und Ernährung wirklich sehr

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