Ketose

Ein Schild mit der Aufschrift Ketose

Power in den Zellen

Normalerweise, wenn wir uns hauptsächlich von Kohlenhydraten ernähren, nutzen wir Glukose als Brennstoff. Das funktioniert recht gut, vor allem unser Gehirn kann Glukose sehr schnell und gut als Energie nutzen. Gegen schnelle Energie aus Kohlenhydraten ist ersteinmal nichts einzuwenden. Problematisch wird es nur, wenn mehr Glukose zur Verfügung steht als nötig ist. Dann nämlich wird der Überschuss in Körperfett umgewandelt.

Alternativ können wir die Kohlenhydratzufuhr senken und Fett als Energielieferanten nutzen. Und zwar sowohl Nahrungsfett, als auch körpereigenes Fett. Beides kann in der Leber zu sog. Ketonen umgewandelt werden. Ketone wiederum versorgen fast alle unsere Zellen, und damit unsere Organe, genauso zuverlässig mit Energie, wie es Glukose tut. Die wenigen Organe, die auf Glukose angewiesen sind, bekommen diese durch einen Vorgang, der Gluconeogenese heißt. Und natürlich direkt aus den Kohlenhydraten, die wir in Form von Gemüse zu uns nehmen.

Wenn jemand „in Ketose ist“, hat er in der Regel einen sehr gleichmäßig verlaufenden Blutzuckerspiegel. Das wiederum ist super zum Abnehmen und vor allem sehr gut für Menschen mit Insulinresistenz oder Diabetes.

Wichtig: Die Ketose darf nicht mit dem lebensbedrohlichen Zustand der Ketoazidose verwechselt werden. Ketoazidose ist eine schwere Stoffwechselentgleisung, die jedoch nichts mit dem natürlichen Zustand der Ketose zu tun hat.