Lipödem erkennen

Sorry, liebe Männer, dieser Artikel ist nur indirekt für Euch. Denn das, worüber ich heute schreibe, geht in erster Linie uns Frauen an. Es sei denn, Du bist Gefäßchirurg. Oder deine Frau leitet dir diesen Artikel weiter. Dann will ich nichts gesagt haben 😉.

Warum ich denke, dass dies kein Artikel für Männer ist? Weil die Problematik, über die ich heute schreiben möchte, in erster Linie Frauen betrifft. Tatsächlich sind es mehr als 10 % aller Frauen, die von ihrem Problem wissen. Experten behaupten: Die Dunkelziffer ist weit, weit höher.

Wovon in aller Welt ich überhaupt spreche?

  • Von schweren, müden Beinen.
  • Von Beinen (und manchmal sogar Armen), die brennen und sich anfühlen als würden sie bald platzen.
  • Von warmen Sommertagen, an denen sich die Schmerzen in den Beinen kaum aushalten lassen.
  • Von kühlem Wasser im Freibad, das etwas Erleichterung bringt. Auch wenn gefühlt alle 15 Minuten die Toilette aufgesucht werden muss, weil soviel Wasser den Körper verlassen möchte.
  • Von mysteriösen blauen Flecken, die permanent weibliche Oberschenkel zieren und die eben jenen Freibadbesuch so schwierig werden lassen.
  • Von Dellen an Armen und Beinen, die so anders aussehen als die normale Cellulite der besten Freundin.
  • Von Stiefeln, die sich einfach nicht über geschwollenen Beinen schließen lassen wollen.
  • Von Hosen und Röcken, die am Oberschenkel passen und im Bund abstehen.
  • Von zwei – drei Kleidergrößen Differenz zwischen Shirt und Hose. Schlanker Oberkörper, dicke Beine. Ach ja, und Hände und Füße sind auch schlank.
  • Vom Figurtyp „Birne“, der weit mehr ist als eine Birne.
  • Von unzähligen Diäten und viel Sport, was doch nichts oder nur wenig an der Form der Beine ändert.
  • Von wunden Stellen zwischen den Oberschenkeln nach einem Spaziergang.
  • Am schlimmsten aber von allem sind die Schmerzen. Die dich nicht schlafen lassen, die dich besonders im Sommer quälen. Wenn Du vor Schmerz zusammenzuckst, wenn dich dein Mann an den Beinen berührt.

Ich möchte Dich nicht zum Weinen bringen. Und doch kann ich sehr, sehr gut verstehen, wenn Dir gerade die Tränen kommen. Weil Dir diese Symptome alle so bekannt vorkommen. Weil Du vielleicht gerade zum ersten Mal realisierst, dass Du nicht allein bist mit diesem Problem.

Denn all das zusammen sind Anzeichen für etwas, das sich Lipödem nennt.

Noch nie gehört? Dann geht es Dir wie mir. Viele Jahre beobachtete ich zunehmend verzweifelter die Veränderung meiner Beine. Ich schob es auf mein allgemeines Übergewicht und versuchte, mich mit den oben aufgezählten Symptomen zu arrangieren. Im Traum wäre ich nicht darauf gekommen, dass dies eine krankhafte Veränderung sein könnte. Erst 2014 hörte ich das erste Mal von der Krankheit Lipödem.

Eine Frau mit Lipoedem lehnt an einem Stein
Bild aus 2011, mit rund 110 Kilo

Der Sommerurlaub stand vor der Tür und mir graute vor der langen Fahrt in den Süden. Ich wusste aus Erfahrung, dass die Beine wieder tagelang geschwollen wären und stark schmerzen würden. So ging ich in ein Sanitätshaus und ließ mich beraten. Unwissend wie ich war, dachte ich, Kompressionsstrümpfe würden wenigstens etwas vorbeugend helfen. Die Fachverkäuferin sah sich erst meine Beine und dann mich an. Dann meinte sie: „Ich verkaufe Ihnen gerne Strümpfe. Aber Sie sollten wegen Ihrer Beine zu einem Gefäßchirurgen gehen. Ich denke, Sie haben ein Lipödem.“ Sie drückte mir eine Infobroschüre in die Hand und bedachte mich mit einem mitleidigen Blick.

Ich schaute die Broschüre im Auto an und mir gingen eine Million Gedanken durch. Das, was dort beschrieben war, passte exakt auf mich.

Lipödem oder einfach nur fett?

Konnte es wirklich sein, dass ich für meine Beine gar nichts konnte? Dass es sich um eine krankhafte Veränderung handelte? Wohlgemerkt, ich brachte inzwischen mehr als 120 Kilo auf die Waage. Somit war ich wahrlich kein Leichtgewicht. Vielleicht war ich auch einfach nur fett und von einem Lipödem weit entfernt?

Ich entschied mich, den Stier bei den Hörnern zu packen und meldete mich bei einer Gefäßchirurgin an. Der Termin brachte Klarheit: die Ärztin bestätigte den Verdacht der Fachverkäuferin und diagnostizierte ein Lipödem Grad II. Sie erklärte mir die Grundzüge vom Lipödem. Es handelt sich hier um eine Fettverteilungsstörung, bei der vor allem in den Beinen, manchmal auch Armen, unverhältnismäßig viele Fettzellen gebildet werden.

Lipödem erkennen

Drei Stadien werden beim Lipödem unterschieden. Im ersten Stadium sind die Beine noch relativ glatt, lediglich etwas Cellulite ist sichtbar. Die Figur ist jedoch schon betont „weiblich“. Rundungen an Po und Oberschenkel sind deutlich erkennbar bei schlanker Taille (sofern noch kein echtes Übergewicht dazugekommen ist).

Im zweiten Stadium treten im Fettgewebe Knoten auf. Die Oberfläche der Beine bekommt zunehmend Dellen. „Matratzenhaut“ wird das genannt. Blaue Flecken sind in dieser Phase typisch. Die Schmerzen nehmen zu.

Das dritte und letzte Stadium ist gekennzeichnet von deutlich sichtbaren Fettwülsten. Das Bindegewebe unter der Haut verhärtet sich. Die Schmerzen nehmen zu und nicht selten auch Probleme mit offenen, entzündeten Hautpartien. Oft gesellt sich in diesem Stadium auch ein Lymphödem dazu, weil es zunehmend schwieriger wird, die Lymphflüssigkeit abzutransportieren.

Lipödem behandeln

Und jetzt? Du hast vielleicht eine Ahnung bekommen, dass das Elend deiner Beine einen Namen haben könnte? Dann empfehle ich dir, dir Klarheit zu verschaffen! Der erste Schritt sollte dich zu einem Gefäßchirurgen, einem Phlebologen oder Lymphologen führen. Ein Facharzt kann dich entsprechend untersuchen, gegebenenfalls eine Diagnose stellen und eine Behandlung vorschlagen.

Mein Tipp: Schau Dir vorher genau an, welche Qualifikationen der Arzt hat. Leider kommt es vor, dass sogar Ärzte noch nie etwas von einem Lipödem gehört haben. Es ist also hilfreich, und oft schon auf der Website des Arztes ersichtlich, wenn sich dein Arzt mit dem Thema auskennt. Aber Vorsicht, wenn direkt mit der Liposuktion (das ist eine Fettabsaugung, mit der das Lipödem behandelt werden soll) geworben wird. Dann könnte die Beratung unter Umständen sehr einseitig sein.

Ich habe mich übrigens nach der Diagnose für das Tragen von Kompression – flachgestrickt, Klasse II – entschieden. Außerdem habe ich meine Ernährung umgestellt. Worauf? Na klar, auf Low Carb High Fat. Allerdings mit ein paar Besonderheiten, auf die ich demnächst gerne noch näher eingehe. Für heute nur schon so viel: Falls Du schon ahnst, dass du vom Lipödem betroffen sein könntest, dann wird Dir die ketogene Ernährung (LCHF) nachhaltig helfen. Damit kannst du auch schon vor der offiziellen Diagnose beginnen. Rezepte und noch mehr Hintergrundwissen liefere ich Dir gerne – hier auf der Website oder auch in meinen Büchern.

 

Was geht Dir gerade durch den Kopf? Lass es mich gerne wissen!

16 Comments

  1. Kirstin Dehoff

    Hallo, was mir gerade durch den Kopf geht? Zu viel….ich war schon mal bei einem Phlebologe und der meinte nach einem“ zieh mal die Hose runter und drehe dich einmal um die eigene Achse das ich kein Lipödem habe. Ich nehme auch nicht an Umfang zu, aber meine Schenkel sehen nicht schön aus, überall Dellen. Jetzt hab ich Ende Juni nochmal bei einem anderen Arzt einen Termin und da schau ich mal was der sagt. Ich hab Angst…

    1. Anne

      Liebe Kirstin,

      entschuldige bitte, dass ich erst jetzt antworte!
      Bei deiner Schilderung von deiner Erfahrung mit dem Phlebologen war ich erstmal spontan sauer. Unfassbar, was einem alles so begegnet. Ich hoffe, der zweite Termin war besser? Bist du da vernünftig untersucht worden und gab es ein Ergebnis? Dass Du Angst hast, kann ich sehr gut nachempfinden und es tut mir leid, dass es so ist. Falls sich dein Verdacht bestätigt hat, melde dich einfach nochmal bei mir, falls ich dir Fragen beantworten kann, tue ich das gern. Kannst mich auch über das Kontaktformular erreichen.
      Alles Liebe Dir,
      Anne

  2. Juliane

    Ich habe von einer die Diagnose Lipödem bekommen Anfang April. Jetzt war ich noch einmal bei einem Spezialisten. Der kann das Lipödem nicht bestätigen. Habe auch voll Dellen an den Schenkeln und hab jetzt fast 10 Kilo in 10 Wochen abgenommen. Aber an den Beinen sehe ich nichts. Im Fitnessstudio kam aber bei der Analyse je 300 Gramm an jedem Bein weniger bei den letzten 5 Kilo raus. Deshalb möchte ich nun einmal dem 2. Arzt vertrauen. Habe gerade ein Stechen im Oberschenkel hauptsächlich rechts. Aber ich glaube dass es zu viel Sport auf einmal war. War 3 mal die Woche im Fitnessstudio und einmal die woche im Zumba. Vorher war ich nur einmal die Woche im zumba. Bin aber auch hin und her gerissen ob ich nicht doch noch eine dritte Meinung einholen soll.

    1. Anne

      Liebe Juliane,

      war die Ärztin, die zuerst das Lipödem diagnostizierte, keine Fachärztin für Gefäßmedizin/Phlebologie?
      Leider ist es so, dass sich viele Ärzte noch nicht des Krankheitsbildes Lipödem angenommen haben. Daher ist es immer gut, sich eine zweite Meinung zu holen. Ich würde dann allerdings darauf achten, zu einem Facharzt zu gehen der bereits Erfahrung mit Lipödem hat. Das ist oft schon auf der Website des Arztes erkennbar, sonst einfach bei der Terminvergabe nachfragen.
      Bei einer normalen Diät habe ich auch nie an den Beinen abgenommen. Das hat sich erst mit Keto und der antientzündlichen Ernährung geändert.

      Alles Liebe Dir,
      Anne

      1. Juliane Andres

        Hallo Anne,
        das jetzt war auch ein Phlebologe. Und das wäre spezialisiert auf Lipödem. Ob es die andere war weiß ich nicht. Untersuchung haben beide mit Ultraschall gemacht. Muss dazu sagen dass ich so Lücken an den Schenkeln erst gemerkt hatte als ich n Gelbkörperhormon nehmen sollte. Und das hatte ich abgesetzt. Der der es ausgeschlossen hat meint er könne es zu 100 Prozent ausschließen.

        1. Anne

          Ok, dann würde ich es einfach weiter beobachten. Sobald Schmerzen und blaue Flecken dazukommen, würde ich einfach nochmal vorstellig werden bei einem Phlebologen.
          Bis dahin kann ich dir Keto/LCHF nur empfehlen, damit machst du in keinem Fall etwas falsch, sondern tust dir und deinem Körper insgesamt etwas gutes.
          Alles Liebe,
          Anne

  3. Natascha

    Hallo!
    Was mir durch den Kopf geht…. Ich habe etwas Angst ein lipödem zu haben. Meine Beine sind sehr dick. Hab schon viele diäten und Sport hinter mir. Hat alles nix gebracht. An den Beinen tut sich einfach nichts. Viele Dellen, schnell blaue Flecken, schwere Beine. Allerdings muss ich sagen, daß die Schmerzen bei mir noch nicht so extrem stark sind. Kann das noch kommen oder kann ich dadurch ein lipödem ausschließen?

    LG Natascha

    1. Anne

      Liebe Natascha,

      das, was du beschreibst, sind schon sehr typische Symptome. Schmerzen müssen nicht zwangsläufig sehr stark werden, aber ausgeschlossen ist es natürlich nicht, dass sie noch dazukommen. Von einer Ernährungsumstellung würdest du sicherlich profitieren! Denn LCHF ist ja insgesamt eine sehr gesunde Ernährung, mit der man nichts verkehrt machen kann. Alles Liebe, Anne

  4. Alexandra Houben

    Hallo. Ich war bei zwei Ärzten. Einmal bin ich im Stadium 1 dann 2. In einer Klinik 3. Ich habe angeblich das lipoedem Keine blauen Flecken. Aber Schmerzen von morgens bis abends. Natürlich wiege ich auch zuviel. 90 Kilo bei 1 65 Meter. Dies fing alles nach meiner vierten Schwangerschaft an. Ich trage Kompressionsstrümpfe 2. Der Druck vom Wasser im Schwimmbad tut mir mega weh. Wem geht es auch so?

    1. Anne

      Hallo, erstmal tut es mir sehr leid, dass du so heftige Schmerzen hast! Und ja, es ist leider typisch, dass die Symptome während großer hormoneller Umstellungen besonders stark werden. Also Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre. Tun dir die Kompressionsstrümpfe denn gut, oder verursachen die auch Schmerzen?
      Magst du es mal mit einer Ernährungsumstellung probieren? Ich kann dir natürlich kein Wunder durch die ketogene Ernährung versprechen, aber es gibt bereits viele, viele Frauen, die zumindest ihre Schmerzen losgeworden sind. Alles Liebe, Anne

  5. Nadja

    Hi, ich habe Deinen Bericht mit Interesse gelesen! Ich habe erstmalig von einer Ärztin den Hinweis bekommen unter einer Fettverteilungsstörung zu leiden – ich wiege bei 1,68 ca. 56/57 kg, habe aber schon immer kräftigere Beine als Oberkörper gehabt, habe im Laufe der letzten Jahre 15-18 kg abgenommen, treibe ca. 15 Std Sport / Woche und die Vermutung / Diagnose hat mich ein wenig aus den Schlappen geworfen – ich habe dellige Beine, ja, aber eben auch viel Muskulatur darunter, weder blaue Flecken, noch Schmerzen, ich gehe fast täglich auf die BlackRoll, zur Sportmassage der Beine und habe einen Holzmassageroller für zu Hause, was wiederum laut Erfahrungsberichten gegen ein Lipödem spricht – vielleicht hast Du eine Einschätzung? Liebe Grüße, Nadja

    1. Anne

      Hallo Nadja,
      hmmmm, das ist aus der Ferne natürlich schwer zu sagen. Erstmal würde ich auf „normale“ Cellulite tippen. Das KANN eine Vorstufe vom Lipödem sein, es kann aber auch sein, dass du damit gesund bist und bleibst.
      Ich sag mal so – wenn du dich fit fühlst, keine Schmerzen hast und vor allem bei diesem super Gewicht bleibst, dann würde ich persönlich den Hinweis der Ärztin erstmal nur im Hinterkopf behalten, aber mich nicht weiter davon beeindrucken lassen. Nichtsdestotrotz kann eine Low Carb Ernährung, basierend auf viel Gemüse, mässig Eiweiß und einem guten Maß an gesundem Fett niemandem schaden und damit beugst du einem eventuellen Lipödem schonmal ordentlich vor.
      Alles Gute Dir! Liebe Grüße,
      Anne

  6. Angie

    Hallo, ich dachte ich schreib auch mal weil ich sehr verunsichert bin. Also vor mehr als 1 Monat war ich zum Arzt wegen meinen Krampfadern. Ich sollte Hose und Strümpfe ausziehen das der Arzt mit ultraschall meine Beine untersuchen kann. Er kam rein schaut mich an und meinte sie wissen schon das sie lipödem haben. Ich hab es verneint weil ich in dem mom gar nicht wusste was das war. Ja das sieht man ihnen direkt an, sie haben bestimmt Schmerzen in den Beinen und abends sind die bestimmt schwer. Ich verneinte es wieder. Wir gingen nicht weiter auf das Thema ein. Später hab ich mich im Internet schlau gemacht und bekam erstmal einen Schock.
    Was ich aber nicht verstehe, ich hab weder Schmerzen in den Beinen noch bekomme ich blaue Flecken. Seid paar Monaten mache ich wieder aktiv Sport und hab 12 Kilo abgenommen auch an den Beinen hab ich abgenommen, es passen auch ein paar alte Hosen von mir. Hatte nämlich in der Schwangerschaft 30 Kilo zugenommen. Deswegen verstehe ich die Sache nicht, klar bin ich etwas breiter an den Hüften und hab etwas dickere Beine aber das haben manche Stars auch. Gut ich hab zwar diese Dellen an den Beinen aber ich dachte immer das ist Cellulite usw.
    Am 20.11. Hab ich einen Termin beim spetzaliesten und hab wirklich Angst vor den Termin. Hab ich wirklich lipödem obwohl ich die Symptome nicht habe? Die Beine und po hab ich seid ich 14 war und bin jetzt 26.

    1. Anne

      Hallo Angelina,

      hmmmm, das ist so aus der Ferne schwer zu beurteilen. Da würde ich, so schwer das Warten ist, den Termin beim Spezialisten abwarten.
      Schmerzen und blaue Flecken sind eigentlich die wesentlichen Symptome, die neben einer Ultraschall- und Tastuntersuchung die Diagnose sichern.
      Wenn du weder das eine noch das andere hast, würde ich mich jetzt erstmal nicht verrückt machen.
      Nichtsdestotrotz kann ich dir die Low Carb Ernährung mit viel Gemüse, gutem Fleisch/Fisch und gesunden Fetten nur wärmstens ans Herz legen. Damit beugst du in jedem Fall einer Verschlechterung deiner Beine vor und nebenbei hilft es auch, die Schwangerschaftskilos wieder leichter zu verlieren.
      Alles Liebe dir und wenn du magst, berichte doch mal nach dem Arztbesuch!
      Viele Grüße,
      Anne

  7. Franziska Hagen

    Guten Abend,
    Ich habe seit etwa einem guten halben Jahr zunehmend starke Schmerzen in den Beinen heute ist wieder mal so ein Tag wo es unerträglich scheint und selbst ein einfaches Schmerzmittel nicht greift.
    Zudem hab ich oft kalte Füsse die ich sehr schlecht erwärmt bekomme. Und habe das Gefühl das meine Oberschenkel nur aus Wasser bestehen
    Ich hab diese Probleme bei meinen noch Hausarzt angesprochen. Er war nur der Meinung ich müsse abnehmen. Er hat mich über Haupt nicht ernst genommen und mir einen „lächerlichen “ Vortrag über Ernährungsverhalten mitgeteilt . Von wegen man solle nicht so oft süsses essen und mehr Gemüse nicht so viel Obst weil da viel fruchtzucker drin ist
    Ich hab bereits einiges über gesunde Ernährung gelernt. Aber wenn das immer alles so einfach wäre würde viele nicht so damit Kämpfen6. Ich hab ein aktuelles Gewicht von 103 kg bei 172cm
    Ich bin seit meiner der Pubertät aufgegegangen wie so ein hefekloss. Meine Frage ist was sind denn mögliche Argumente für meinen wahrscheinlich neuen Hausarzt klärt sich noch. Damit dieser das eben nicht nur auf das Gewicht bezieht. Is ja unhöfich wenn ich zu ihm sag wie wäre es mit lipödem. Hoffe du weisst was ich meine
    Liebe Grüsse
    Franziska

    1. Anne

      Liebe Franziska,

      dein Erlebnis mit dem Arzt kann ich sehr gut nachempfinden – wie oft kam ich mir so dämlich vor, wenn ich mal wieder übergewichtig und voller Schmerzen in einer Arztpraxis saß. Der Hinweis „einfach mal abnehmen“ ist dann der blanke Hohn.
      Ich würde dir daher zwei Dinge empfehlen:
      – such dir zunächst einen Gefäßchirurgen, der sich mit Lipödem auskennt. Die meisten haben das dann schon auf ihrere Website stehen, sonst einfach vor der Terminabsprache telefonisch erkundigen.
      – erkundige dich zum Thema ketogener Ernährung. Sehr empfehlenswert ist das Buch „echt Fett“ von Dr. Andreas Eenfeldt. Auch auf der Website LCHF.de und im dazugehörigen Forum wirst du fündig. Na, und natürlich hier auf meiner Seite 😉

      Aus meiner Erfahrung kann ich nur immer wieder sagen: Eine gemüsebetonte ketogene Ernährung mit guten Fetten ist für mich das allerbeste. VIelleicht magst du, unabhängig von einer Diagnose, auch damit beginnen?
      Ganz liebe Grüße,
      Anne

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