Ernas Low Carb-Tassenkuchen – und ihr Erfolg mit LCHF

Heute habe ich eine Erfolgsgeschichte und gleich noch ein tolles Rezept für einen Low Carb-Tassenkuchen für dich – und melde mich damit gleichzeitig aus meiner Blog-Pause zurück. Mehr dazu, warum es hier so lange still war, schreibe ich in den nächsten Tagen. Thema wird sein: Stress und LCHF 😉.

LCHF-Erfolgsgeschichte: Erna

Vor vier Monaten bekam ich eine Mail von Erna. Erna, eine sympathische junge Frau und Mama von einem süßen Zweijährigen, bat mich, ihr beim Start mit LCHF zu helfen. Sie klang so motiviert und wollte dringend etwas ändern – da freue ich mich immer, Starthilfe zu geben. So telefonierten wir bald darauf und sie schilderte mir ihre Situation.

Schon länger versuchte Erna, für sich und ihre Familie eine gesunde Ernährung zu finden und dauerhaft umzusetzen. Einige Erfahrungen mit Low Carb hatte sie schon gemacht. Erfolgreich hatten sie und ihr Mann einige Kilos verloren, indem sie Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln mieden. Mahlzeiten ohne Kohlenhydrate helfen tatsächlich sehr bei der Abnahme. Allerdings kommt schnell Frust und vor allem Hunger auf, wenn die Energie aus Kohlenhydraten (und damit der Glucose, aus der unser Körper Energie bezieht) ersatzlos gestrichen wird. Schnell ist dann die Diät Schnee von gestern und die verlorenen Kilos kommen zurück.

Tschüss Heißhunger     

Erna machte die gleiche Erfahrung: Was ihr fehlte, war das Nahrungsfett. Die Angst davor, mit mehr Fett in der täglichen Ernährung etwas falsch zu machen, war auch bei Erna fest im Kopf. So aßen sie wenig Kohlenhydrate und gleichzeitig weiterhin wenig gesunde Öle und tierische Fette. Nahrungsfett aber ist einer der 3 wichtigen Bestandteile von LCHF. Wir reduzieren eben nicht nur die Kohlenhydrate auf ein Minimum, wir erhöhen gleichzeitig auch den Fettanteil. Dabei kann das Fett gerne tierischen Ursprungs sein. Fettes Fleisch, fetter Fisch, Butter, Sahne und Schmalz sind der Stoff, aus dem die LCHF-Träume sind. Das macht satt und zufrieden, hält den Blutzucker ruhig und hilft bei der Abnahme. Wobei wir, nebenbei bemerkt, sowohl Eiweiß als auch Fett gut im Auge behalten. Zu viel des Guten sollte es auch nicht sein.

Diese Grundlagen waren für Erna nach ihrer eigenen Erfahrung mit „nur“ Low Carb einleuchtend und sie startete. Erst etwas ängstlich, ob sie denn auch alles richtig mache. Nach ein paar Tagen schrieb sie mir aber schon:

„Haben diese Woche einige Rezepte ausprobiert und wir haben auch heute wieder festgestellt, dass es wirklich richtig leckere Sachen gibt bei LCHF.

Es macht mir echt Spaß, alles Mögliche auszuprobieren und zu werkeln in der Küche.“

Die ersten Erfolgsmeldungen ließen nicht lange auf sich warten. Gerade in den ersten Wochen verlor sie zügig an Gewicht. Inzwischen hat sie 12 Kilo in 4 Monaten verloren!

 

LCHF_Erfolge-Vorher_Nachher-Erna
© Foto: Erna

Sie ist ihre Schwangerschaftspfunde losgeworden und wieder im Normalgewicht angekommen. Doch es ist nicht nur die Zahl auf der Waage, die wichtig ist. Was für sie viel mehr wiegt, ist das neue Körpergefühl:

„Wir waren heute schwimmen mit dem Kleinen, und ich habe mich kein bisschen geschämt wegen meiner Figur.

Insgesamt haben wir so viel Lust auf Bewegung bekommen, seit wir in Ketose sind. Fahrradfahren war vorher so anstrengend, jetzt macht es richtig Spaß.

Und je mehr Kilos verschwinden, umso einfacher wird die Gartenarbeit. Es macht alles viel weniger Mühe, auch der Haushalt läuft mit weniger Kraftaufwand.“

Stolpersteine bei LCHF

Du fragst dich, ob es bei Erna immer alles glatt lief in den letzten Monaten mit LCHF? Eins kann ich dir sagen: Sie war unglaublich diszipliniert und hat sich richtig mit dem Thema auseinandergesetzt. Aber auch sie kennt inzwischen die Stolpersteine bei LCHF.

Vielleicht kennst du es auch. Du möchtest dich anders ernähren, aber dann kommt hier eine Einladung und da eine Party und immerzu bekommst du Kuchen und andere Leckereien angeboten. Irgendwann gibst du nach und dann denkst du dir „jetzt ist eh schon egal, jetzt kann ich auch weiter essen“. Glaub mir, mit dieser Erfahrung bist du nicht allein!

Erna jedenfalls war so ehrlich und schrieb mir:

„Wir waren eingeladen, und weil wir keine Umstände machen wollten, haben wir vom normalen Essen gegessen. Eine Woche später waren wir wieder eingeladen und es gab Kuchen – haben wir wieder zugegriffen. Anschließend haben wir ein schlechtes Gewissen gehabt, fühlten uns weniger gut und sind natürlich aus der Ketose raus.

Von da an haben wir uns nochmal vorgenommen, die Ernährung nie nochmal einfach so zu ändern.

Deshalb ist auch der Tassenkuchen entstanden. Weil ich eine Alternative haben wollte für die Situationen, wenn man mit anderen Kuchen isst.

Bei der letzten Einladung hat es schon geklappt!“

Erna, ich ziehe meinen Hut vor dir und deinem Mann, eurem Ehrgeiz, eurer Konsequenz, eurer Ehrlichkeit auch euch selbst gegenüber. Ich freu mich riesig über euren Erfolg! Danke von ♥ für das Teilen deiner Geschichte und – natürlich – das Teilen deines tollen Rezepts für einen schnellen Low Carb-Tassenkuchen!

 

Ernas-Low_Carb_Tassenkuchen
©Foto: Erna

Ernas LCHF-Tassenkuchen

Der Kuchen für die Not, schnell gemacht und super lecker.

Für 1 Tasse, Zubereitungszeit 10 Minuten

Zutaten

  • 1 großer EL Crème fraîche
  • 1 Ei
  • 2 EL gemahlene Mandeln
  • 1 TL Backkakao
  • ½ TL Honig
  • ½ TL Backpulver
  • Optional: Eine Handvoll Beeren nach Geschmack

Zubereitung

  1. Alle Zutaten, bis auf die Beeren, miteinander verrühren. Teig in eine mikrowellengeeignete Tasse füllen.
  2. Nach Geschmack Beeren auf den Teig setzen, sie sinken beim Backen ein.
  3. Bei 800 Watt 3,5 Minuten in der Mikrowelle backen.
  4. Tassenkuchen stürzen und mit einem Klecks Sahne servieren – guten Hunger!

Nährwerte pro Low Carb-Tassenkuchen:

300 kcal, 23 g F, 8 g KH, 14 g EW

Ernas-schneller_Tassenkuchen
© Foto: Erna

Die Bilder vom Tassenkuchen hat übrigens Erna gemacht – ein riesiges DANKE dafür!

2 Comments

  1. Dörthe

    Wow… Gratulation an Erna und ihren Mann. Disziplin ist wahrlich nicht einfach, grade wenn man nicht zum 100sten Mal erklären mag, warum man dies oder das nicht essen mag. Auch vor LCHF wusste ich schon, was gesunde Lebensmittel sind, aber durch LCHF und das Auseinandersetzen mit Alternativen habe ich viel über Ernährungnund GUTE Lebensmittel gelernt. Auch unsere jährlichen Jamaika- Touren haben mir viel Inspiration geschenkt. Die kohlenhydratarme Ernährung ist endlich auch in den Supermärkten angekommen und so wird es leichter, Disziplin zu halten. Viel Erfolg, Erna und allen die dauerhaft gesund leben wollen.

    1. Anne

      Ja, zum Glück wird Low Carb immer „normaler“ und wir sind längst keine Exoten mehr, wenn wir das Brot zum Salat abbestellen. Selbst große Ketten bieten inzwischen „Zoodles“ an – das macht Mut, dass Low Carb bald auch von den offiziellen Stellen anerkannt wird.

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