LCHF Lebensmittel: Rote Bete

aufgeschnittene Rote Bete

Geschmackvolle rote Powerknolle!

 

Würde man streng nach dem gehen, was Herr Skaldeman als LCHF-taugliches Lebensmittel empfiehlt, dann würde die Rote Bete als untauglich durchfallen. Die kleine rote Knolle bringt nämlich rund 7 g KH/100 g auf die Waage, also etwas über dem Limit. Dennoch halte ich die Rübe für empfehlenswert, denn sie hat viele gute Inhaltsstoffe im Gepäck und ist nützlich für unsere Gesundheit. Wer sein Kohlenhydratbudget etwas höher ansetzt (bis maximal 50 g KH gilt es noch als LCHF, berechnet auf 2.000kcal), hat ohnehin keine Schwierigkeiten das kräftigende, gesunde Gemüse in seine Ernährung zu integrieren. Für alle anderen gilt die Empfehlung, auch dieses Gemüse in Maßen, nicht in Massen zu konsumieren. Mein Tipp ist da immer wieder gleich: investiere nach Möglichkeit alle Kohlenhydrate, die du dir als persönliches Budget festgesetzt hast, in Gemüse statt in übermäßig viele Milchprodukte und sog. Nachbauten. Das bringt dir die höchste Nährstoffausbeute und den größten Vorteil dieser Ernährung!

Ach, übrigens – richtig zubereitet, schmecken Rote Rüben keinesfalls so, wie feuchte Keller riechen… 😉

 

 

Steckbrief

Bezeichnung:

Rote Bete, Rote Beete, Rote Rübe, Rahne

Herkunft:

Seit Jahrhunderten auf unseren heimischen Äckern zu finden

Saison:

Von Oktober – März frisch im Handel

Was macht die Knolle so besonders:

  • Sie speichert Silizium aus unseren Böden, und zwar in einer Form, in der wir das, für unser Bindegewebe so wichtige, Spurenelement sehr gut verwerten können
  • Nicht nur das Silizium ist gut für Haut und Haar, auch die enthaltene Folsäure trägt zu einem starken Bindegewebe bei. Darüber hinaus ist Folsäure wichtig für den Sauerstofftransport in die Zellen und trägt zu einer guten Verwertung von Eiweiß bei
  • Das in der roten Knolle enthaltene Kalium hilft beim Entwässern und reichlich Ballaststoffe sorgen für eine gute Verdauung

Einkauf und Lagerung:

Beim Einkauf frischer Rote Bete solltest du auf kleine Knollen setzen. Die sind, wenn du sie nicht roh verzehren willst, schneller gar und verlieren dabei weniger Nährstoffe. Es gibt auch vorgekochte und in Kunststoff verpackte Rote Bete – ob und wieviel Nährstoffe darin noch enthalten sind und ob es generell so eine gute Sache ist, Lebensmittel in Kunststoff zu verpacken und zu lagern, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Frische Knollen kannst du, in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, gut im Kühlschrank oder im Keller aufbewahren. Alternativ kannst du sie in angefeuchteten Sand verbuddeln und in den Keller stellen, falls du dazu die Möglichkeit hast.

Verarbeitung:

Rote Bete kann roh oder gekocht, gedämpft oder gebacken werden. Die meisten Nährstoffe enthält sie im rohen Zustand, z. B. geraspelt in einem Salat oder gehackt in einem Smoothie. Kleine Knollen sind innerhalb von 30 Minuten bissfest, wenn man sie in wenig Wasser dünstet. Falls du sie nur richtig weich magst, solltest du schon etwa 45 Minuten Kochzeit einplanen.

Rezepte mit Rote Bete:

Wirsingpäckchen rot-weiß

Rote Bete Smoothie

Gefüllter Spaghettikürbis mit Nussstreuseln